reparix

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reparix.ch

route - routier - routinier

Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 08:59 Uhr | Geschrieben von: reparix | PDF | Drucken | E-Mail

Heute denke ich nach über die Bedeutung der Strassen für unser tägliches Leben. Wie immer suchen meine Gedanken den Anfang: wann gab es die ersten Strassen? Wahrscheinlich sind die Menschen früher viel gewandert und haben dabei so etwas wie Trampelpfade angelegt. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie sich solche Trampelpfade entwickeln und dass sie die Grundlage für spätere Strassen sind.

Heute gibt es überall Strassen, fast alle befestigt und asphaltiert. Uns ist kaum bewusst, dass der erste Asphaltbelag um 1810 in Lyon aufgebracht wurde.  Im grossen Stil wurden ab 1850 die Strassen in Paris asphaltiert. Das ist eigentlich noch nicht so lange her, aber für uns völlig normal.

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wikileaks auf schweizer Webhostern

Freitag, den 17. Dezember 2010 um 09:53 Uhr | Geschrieben von: reparix | PDF | Drucken | E-Mail

Ich habe mal geschaut, wieviele wikileaks Mirrorseiten auf .ch Adressen liegen und auch geschaut, welchen Webhostern die Server gehören. Es war doch interessant:

Insgesamt 43 Mirrors haben .ch Adressen, davon sind 6 nicht erreichbar. Ein AS-Netz war unbekannt

AS Netz Land Name gesamt online offline
AS47302 CH CYON 5 5
AS24940 DE HETZNER 5 3 2
AS29097 CH HOSTPOINT 5 2 3
AS16276 FR OVH 4 4
AS21217 CH SAFEHOSTINET 3 3
AS21069 CH METANET 3 3
AS20773 DE HOSTEUROPE 2 2
AS8404 CH CABLECOM 2 1 1
AS12350 CH VTX NETWORK 2 2
AS25091 CH IP-MAX 1 1
AS28753 DE NETDIRECT 1 1
AS29169 FR GANDI 1 1
AS42496 CH TVT SERVICES 1 1
AS36167 US NETRIPLEX 1 1
AS8972 EU PLUSSERVER 1 1
AS45031 DE PROVIDERBOX dogado 1 1
AS21069 CH METANET 1 1
AS49981 NL WORLDSTREAM 1 1
AS44038 CH BLUEWIN 1 1
AS16215 CH GENOTEC 1 1

...ohne Kommentar

Kommentare (1)
 

Müssen wir alles wissen?

Freitag, den 17. Dezember 2010 um 07:12 Uhr | Geschrieben von: pm | PDF | Drucken | E-Mail

Es gibt Zeitgenossen, die meinen, der "Hype um wikileaks" sei völlig überflüssig und niemand brauche diese Enthüllungen. Genau! Wir müssen ja auch nicht wissen, dass BP schon 2008 ein ähnliches Desaster wie Deep Horizon, nur eben in Aserbeidschan verursacht hatte. Wir haben es ja ohnehin nicht bemerkt, nur der Ölpreis war in 2008 ungewöhnlich hoch, aber das hat andere Ursachen...

Sicher haben wir ja Tschernobyl und 9/11, Hiroshima und Deep Horizon überlebt und für einen normalen Mitteleuropäer hat das überhaupt keine Auswirkungen gehabt. Auch von den Kriegen im Irak und Balkan, in Ruanda und Afghanistan sind wir nicht direkt betroffen. Müssen wir über all diese unschönen Dinge Bescheid wissen, wenn wir an die Urne gerufen werden, um über den Fortgang der Politik abzustimmen?

Da geistert die Meinung durch manche Kommentare, dass der Bürger nicht die Kompetenz hat, über manche Fragen abzustimmen. Was wäre wohl dabei herausgekommen, hätte man die jugoslawische und irakische Bevölkerung, die Bauern und Händler und besonders deren Frauen vorher gefragt, ob sie den Krieg wollen? Vordergründig könnte es sein, dass eine Volksabstimmung über solch eine Frage angenommen worden wäre, aber hätte man ihnen nicht auch klarmachen müssen, dass ihre Brüder, Väter, Männer brutal umgebracht werden, dass ihre Frauen, Töchter, Mütter vergewaltigt, vertrieben und getötet werden? Ihre Häuser zerbombt, ihre Felder verwüstet, ihre Städte zerstört?

Wir überlassen "der Politik" die Entscheidungen über viele Dinge. Wir werden aber nur unzureichend informiert, welche Entscheidungen getroffen werden und vor Allem, welche Konsequenzen diese Entscheidungen haben. Ich lasse mir nicht erzählen, dass all die unschönen Ereignisse nicht beabsichtigt und vorhersehbar waren. Die Leute, die die grossen Entscheidungen treffen, sind nicht so dumm, dass sie nicht vorher wüssten, dass ein Krieg viele Tote und viel Leid verursacht. Sie sind auch nicht so dumm, dass sie nicht wüssten, dass die verschiedenen Technologien im Energie- und Rohstoffbereich grosse Risiken bergen. Nur die "kleinen Leute" sollten das besser nicht wissen.

Vielleicht ist es ja bald auch illegal, wikileaks zu lesen. Aber wer liest schon gerne, und dann noch englisch? Da lässt man sich das doch lieber zusammenfassend erklären von vertrauenswürdigen Vertretern. Und weil die Vertreter ihren Job soo gut machen, brauchen wir wikileaks nicht, meinen manche...

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wikileaks und so

Freitag, den 10. Dezember 2010 um 16:46 Uhr | Geschrieben von: reparix | PDF | Drucken | E-Mail

Obwohl einige Zeitgenossen meinen, die Veröffentlichungen von wikileaks seien "belanglos" und die Leute, die so etwas machen, einfach "Blödmänner", scheinen diese Belanglosigkeiten die Medien doch erheblich zu bewegen - und es ist nicht gerade Sommerloch.

Es stellt sich ja nun die Frage, ob Politiker quasi Kraft ihres Amtes das Recht auf Geheimnisse vor dem Volk haben. Oder wie Dr. Sandro Gaycken es heute im Tagesgespräch Bayern 2 ausdrückte: "Sicherheit braucht Geheinhaltung, das ist einfach aus logischen Gründen..." Es sagte auch, dass wikileaks "hier sehr brachial publiziert", nachdem ein Anrufer sich gegen ungefilterte Informationen gewendet hatte.

Politiker in den demokratischen Staaten sind mehr oder weniger direkt vom Volk gewählt. Diese Wahl hatte ursprünglich die Absicht, dass die gewählten Politiker die Interessen des Volkes vertreten sollten, sie waren die Stellvertreter der Menschen, die sie gewählt haben. Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssten die Politiker ihren Wählern sehr gut zuhören können, damit sie deren Interessen möglichst genau vertreten und durchsetzen können. Sie sollten auch ihren Wählern möglichst detailliert kommunizieren, wie sie ihre Interessen vertreten und was sie selber meinen und zu tun gedenken. Wo ist da Platz für Geheimhaltung? Was genau sollten Politiker vor ihren Wählern geheim halten?

Sollten sie ihren Wählern verschweigen dürfen, dass sie mit anderen Politikern oder Lobbyisten Absprachen getroffen haben, die den Interessen der Wähler entgegenstehen? Sicherlich sollten sie das zu ihrem eigenen Wohl geheimhalten. Oder sollten sie ihren Wählern das Wissen über die Folgen gewisser Entscheidungen vorenthalten dürfen, weil dann die Wähler nicht zugunsten dieser Entscheidung abstimmen würden? Auch das sollten sie, aber zu ihrem eigenen Wohl.

Dann kommen wir zu der Frage, welche Interessen denn nun die Politiker wirklich vertreten. Die des Volkes? Ihre eigenen? Oder gar die Interessen von Lobbyisten, die im Hintergrund, im Geheimen arbeiten?

Mal ehrlich, es ist doch so, dass "im Geheimen" in der ganzen Weltpolitik Lobbyarbeit betrieben wird und dass (fast) alle politischen Entscheidungen davon beeinflusst oder gar bestimmt werden. Und die Politiker und die Lobbyisten wissen das. Der einzige Partner, vor dem man es geheim hält, ist das Volk.

Und da kommt nun wikileaks daher und macht solche Geheimnisse öffentlich. Sicherlich belangloses Zeugs für die Leute, die in diese Sachen involviert sind, die wissen es ohnehin. Und das Volk wird mit solch ungefilterten Informationen ja überfordert. Und überhaupt sind das nur Script-Kiddies und die sind kriminell.

Diese Script-Kiddies würden den Planeten eh nur zumüllen, schrieb ein Kommentator und andere müssten dann den Müll wieder wegräumen. Ist jemandem schon mal der Gedanke gekommen, dass die Zustände, in denen ein junger Mensch aufwächst, nicht von ihm selber, sondern von seiner Eltern- und Grosseltern-Generation erschaffen wurden? Und dass es sein mag, dass diese jungen Menschen die Zustände, wie sie sie vorfinden, vielleicht sehr "müllig" finden? Und dass es eigentlich Aufgabe der Älteren wäre, die Zustände den Bedürfnissen der jungen Leute anzupassen, weil die viel länger damit leben werden. Wenn die jungen Leute die Welt verändern und die Werte der älteren Generationen über Bord werfen, kann es der inzwischen verstorbenen Generation doch egal sein. Nur ihren Müll hätten sie besser mit ins Grab nehmen sollen.

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Gedanken für die Menschheit

Samstag, den 16. Oktober 2010 um 19:51 Uhr | Geschrieben von: reparix | PDF | Drucken | E-Mail

Wir alle sind Menschen. Wir alle leben auf der Erde.

Stellen wir uns für einmal vor, dass es im ganzen grossen Universum keinen zweiten Planeten gibt wie unsere Erde, auf dem Leben entstanden ist. Stellen wir uns auch noch vor, dass es keinen Gott gibt, keine Engel, keine Geistwesen. Nur mal vorstellen.

Dann sind wir hier ganz einzigartig und ganz alleine, gemeinsam mit den Tieren, Pflanzen und Kleinstlebewesen. Auch diese Erde ist der einzige Ort, der nicht eine Feuer- oder Kältewüste ist. Und es gibt keine höhere Macht, die uns lenkt oder unsere Fehler ungeschehen macht.

Ich nehme mal an, dass wir alle intelligent sind und logisch denken können. Wäre es also nicht logisch, gut für diesen einzigartigen Planeten und alle einzigartigen Lebewesen darauf zu sorgen?

Ist es dann logisch, dass wir Menschen

  • uns gegenseitig bekriegen und töten?
  • die anderen Lebewesen abschlachten und aufessen?
  • Plastikabfälle ins Meer leiten?
  • Atombomben bauen, die die gesamte Erde zerstören können?
  • für unser selbstgeschaffenes Geld alle ethischen Grundsätze über Bord werfen?
  • durchs Leben gehen, als würde es ewig so weiter gehen?
  • Ressourcen in wenigen Jahrzehnten verbrauchen, die sich über lange Zeiträume gebildet haben?
  • glauben, alles Machbare machen zu können, ohne an die Folgen zu denken?

Gut, stellen wir uns vor, dass es einen Gott gibt, der das alles wieder in Ordnung bringen kann, und dass es andere Planeten gibt, auf denen sich Leben entwickelt hat, das schon viel weiter fortgeschritten ist. Was würden denn Gott und die Aliens von uns halten? Wenn es sie gäbe, würden sie uns toll finden? Und die Menschen, die an einen Gott glauben, und wenn man Statistiken glaubt, sind das recht viele, meinen die, wir Menschen können all den Unsinn machen und der Gott oder die Aliens würden uns dann wieder aus der Patsche helfen?

Und wenn es dann am Ende doch keinen Gott und keine Aliens gibt, stehen wir dumm da mit einem zerstörten Planeten, mit einer einzigartigen vertanen Chance,  mit dem Bewustsein, dass wir in wenigen Generationen die Lebnsgrundlage, die sich über viele Millionen Jahre aufgebaut hat, zerstört haben.

Und wofür eigentlich?

  • Für ein paar Tausend Franken mehr auf dem Konto?
  • Für ein paar Urlaubsreisen?
  • Für manches gute Essen und das Übergewicht danach?
  • Für tägliche Bequemlichkeit?
  • Für Denkfaulheit?
  • Für ein Leben ohne Verantwortung?
  • Für das subjektive Gefühl, besser als Andere zu sein?
  • Für momentane Machtgefühle?
  • Für das Gefühl, die Krone der Schöpfung zu sein?

Manchmal frage ich mich, ob es noch andere Menschen gibt, die sich solche Fragen gestellt haben, oder ob ich da so ziemlich alleine stehe. Für die Renten gehen in Frankreich Millionen auf die Strasse, damit sie mehr Geld bekommen, in Stuttgart demonstrieren Hunderttausende gegen ein Bauprojekt, aber sollten wir nicht das ganze Leben lang FÜR DAS LEBEN "auf die Strasse" gehen?

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Was kostet Hunger?

Montag, den 09. März 2009 um 19:43 Uhr | Geschrieben von: reparix | PDF | Drucken | E-Mail

Heute war ich im coop im Tägi. Da hängen Bildschirme, über die aktuelle Kurznachrichten und Werbung läuft. Eines hat mich berührt:

700 Milliarden für das Konjunkturpaket der USA 2009
600 Milliarden für den Irak-Krieg
200 Milliarden für das Konjunkturpaket der EU

nur 3 Milliarden würde es kosten, alle Schulkinder vom Hunger zu erlösen.

(Oder so ähnlich)

Als ich jung war, dachte ich, der Hunger in der Welt sei aus Unwissen entstanden, man hätte einfach vergessen, dort etwas hin zu liefern. Später dachte ich, es sei einfach zu teuer, überall hin genügend Lebensmittel zu liefern. Als ich Student war, dachte ich, es ginge darum, Marktpreise stabil zu halten, fand es aber eine Sauerei und äusserte das auch.

Inzwischen glaube ich, dass unsere jetzige Kultur als die unmenschlichste, brutalste, ignoranteste und zynischste Kultur, die es jemals gegeben hat, in die Geschichte der Menschheit eingehen wird. 

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